Riechen ist gut für´s Hirn 2

Umgang mit Duft hebt und erhält die Leistungsfähigkeit des Hirns

Ein Parfumeur hat jeden Tag mit „Duft lernen“ zu tun.

Doch welchen Nutzen hat dies?

In einem Interview des Schweizer Fernsehens, beantwortet der Duftforscher Prof. Hatt, warum es sinnvoller ist, Düfte anzueignen, als Hirnjogging oder Sudoku zu spielen.

Zusammengefasst: Das Hirn GLÜHT, bis in die letzte Ecke, wenn man versucht die hoch emotionelle Wahrnehmung des Riechapparats zu dekodieren und für sich zugänglich zu machen. Genau genommen gibt es nur zwei Tätigkeiten, die das Hirn so beanspruchen.

Zum einen wirklich phantasievoller Sex. Zum anderen eben Riechen lernen. Das zweite kann man den ganzen Tag üben. Denn man riecht bei jedem Atemzug. Wenn man die Riecherlebnisse nicht nur mit Worten, sondern mit der Bewegung verkoppelt, die man gerade gemacht hat, als man den Duft für sich katalogisiert hat, mit dem Gedankengang, welchen man in dem Augenblick der Duftwahrnehmung gehabt hat usw., dann, wie gesagt, erstrahlt das Hirn im hellsten Glanz und man versteht, warum es beim proaktiven „Kuscheln“ auch so ist.

Nur einen „Denkfehler“ steht meines Erachtens in dem Interview, nämlich, dass die Riecherinnerung bei vielen über 70 Jährigen verloren geht. Vielmehr denke ich, das die Fähigkeit das Wahrgenommene zu Verbalisieren verloren geht. Denn auch Demenzkranke, die noch nicht einmal mehr auf ihr Umfeld reagieren, reagieren positiv, quasi „mit Erinnerungen“ auf positive Düfte.

Zusammen fassend… Wenn man im Dialog mit sich selbst bleibt, was durch´s riechen prima zu bewerkstelligen ist UND im aktiven (sprechen UND zuhören) Dialog bleibt, kann man ziemlich helle, ziemlich alt werden.

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